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Riesiger Beifall für den neuen Preisträger

Norbert Kuhl und die Humanitäre Hilfe Overath bekamen den Büscher-Ehrenamtspreis

Einen würdigeren Träger für den jetzt zum fünften Mal verliehenen "Bürgermeister-Büscher-Ehrenamtspreis" hätte die CDU Overath wohl kaum finden können.

Vor großer Kulisse aus Politik und Ehrenamtlern und in Anwesenheit der Witwe des Namensgebers übergab Ortsparteivorsitzender Oliver Mohr unter Riesenbeifall die mit 500 Euro dotierte Auszeichnung an den Verein "Humanitäre Hilfe Overath e. V." und deren Vorsitzenden Norbert Kuhl.
Oliver Mohr: "Die CDU Overath möchte mit dem in Erinnerung an den unvergessenen Bürgermeister Josef Büscher gestifteten Preis die Arbeit aller Freiwilligen wertschätzen, die das Leben in unserer Stadt so richtig lebens-und liebenswert machen." Demokratie lebe vom Ehrenamt, wie schon Bundespräsident Heuss gesagt habe.
Die Laudatio auf die Preisträger hielt Landrat Rolf Menzel, der den Einsatz der Damen und Herren der Humanitären Hilfe Overath als herausragendes Beispiel im Dienst um die Ärmsten der Armen nannte. Mit einer Vielzahl von Freiwilligen leiste man seit fünfzehn Jahren dort Hilfe, wo sie am nötigsten gebraucht werde. Bei inzwischen 28 großen Transporten - Konvoilänge insgesamt 3,3 Kilometer, Ladegewicht rund 2900 Tonnen, Strecke insgesamt über 633 000 Kilometer - besonders in die Kriegsgebiete des ehemaligen Jugoslawien (Bosnien, Kroatien), nach Rumänien, beim Elbehochwasser und aktuell sogar in Sri Lanka. Menzel: "Menschlichkeit, Nächstenliebe und Solidarität sind unbezahlbare Werte, die weder durch Gesetz, noch durch Verordnung erzwungen werden können; sie müssen, wie hier in Overath, praktisch gelebt werden!" In der Humanitären Hilfe arbeiteten wahre Vorbilder, denen die Gesellschaft Anerkennung und Bewunderung schulde: "Dankeschön!"

Norbert Kuhl stellte in einer bewegt-bewegenden, aber auch gewohnt humorvollen Ansprache die Highlights von 15 Jahren Hilfe heraus. Angefangen von seiner ganztägigen Nikolaus-Sammelaktion mit Klaus Kukuk als Muff in 1992, bei der in der Verwaltung, den Geschäften und Bürgern entlang der Hauptstraße einschließlich einer Rundung der beiden Akteure 10 000 Mark zusammenkamen. Die legten damals den Grundstock für den ersten Transport mit zwei Lkw voller Lebensmittel für ein riesiges Flüchtlingslager auf dem Balkan. Inzwischen wird sogar bei einer Hausbauaktion für Familien in Sri Lanka geholfen. Auch Lustiges gab´s zu berichten. So von zwei völlig unerwarteten Lkw-Ladungen - aus England tonnenweise Schokolade und aus Schweden tausende von Plüschtieren.
 

Den 29. Lkw-Transport plant der Verein jetzt für Juni 2008 nach Rumänien zu einer Schule, in der, wie Kuhl sagt, Lehrerin Eva aus Straßenkindern "richtige Menschen" macht. Inzwischen sind das schon mehrere Hundert: "Da lohnt sich das Helfen." Diesmal wird Sport- und Freizeitgerät für die noch leere Halle der großen Schule geladen. Der Vorsitzende nutzte die Gelegenheit auch zu herzlichem Dank an die vielen kleinen und großen Spender: "Ohne die ist keine Hilfe möglich!" (aa)

 

Bildverweis 1

Preisverleihung für den Büscher-Preis : Norbert Kuhl freut sich für die Humanitäre Hilfe

Quelle: RRB