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"Was lange währt, wird gut"

Im Dezember 2004 wurde die Welt von der dramatischen Nachricht über eine verheerende Flutkatastrophe überrascht, die in weiten Teilen Asiens ganze Küstenregionen heimgesucht hatte. Damals startete im Landkreis Meißen auf Initiative von Landrat Arndt Steinbach eine großangelegte Spendenaktion. Ziel war es, nicht nur Soforthilfe, sondern einen nachhaltige, tiefgreifenden Beitrag für den Wiederaufbau zu leisten.
 

Die Resonanz auf den gemeinsamen Spendenaufruf von Landkreis, Städten und Gemeinden war enorm. Über 137.000 Euro gingen auf dem Spendenkonto ein. Nach teils langwierigen Korrespondenzen mit staatlichen Stellen in Sri Lanka konnten vier Projekte mit den Spendengeldern aus unserem Landkreis unterlegt werden. Dazu gehörte die Unterstützung von Waisenkindern bis zum Ende der Schulzeit, die Förderung einer nationalen Hilfsorganisation sowie der Landkauf für ein „Haus Meißen“ in der Ortschaft Ambolangoda.

Das größte und kostenintensivste Projekt – die Koordination lag in den bewährten Händen der Humanitären Hilfe Overath e. V. – war die Errichtung von zweistöckigen Wohnhäusern für Fischerfamilien in Kasgoda (Region Matara) in Sri Lanka. Partner waren dabei der Landkreis und die Stadt Bautzen, die ebenfalls zusammen reichlich 100.000 Euro zur Verfügung stellten sowie die Stadt Schramberg. Am 12. März 2007 wurde das Projekt unter reger Beteiligung der Bevölkerung, der Presse und der lokalen Verwaltung gestartet. Im Januar 2008 konnten die ersten Doppelhäuser an die künftigen Bewohner übergeben werden. Inzwischen haben 35 Familien ihr neues Domizil bezogen. Die nach Abschluss der Bauarbeiten verbliebenen Restmittel dienen u. a. der Einrichtung einer Zahnarztpraxis.

Inzwischen liegt auch der Abschlussbericht über das Projekt vor. Diesen übergab Dr. Manfred Müller von der Humanitären Hilfe Overath am 1. April im Landratsamt an Landrat Arndt Steinbach.

„Was lange währt, wird gut“, sagte der Landrat zur Übergabe. „Wir sind sehr froh, dass wir den betroffenen Menschen helfen konnten und hoffen mit ihnen, dass sie künftig von allen Katastrophen verschont bleiben. Im Namen des Landkreises danke ich all jenen, die uns bei diesem komplizierten Projekt unterstützt haben.“

Dr. Manfred Müller und Landrat Arndt Steinbach

Dr. Manfred Müller (l.) bei der Übergabe des Abschlussberichtes an Landrat Arndt Steinbach.