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"Wie ein Stern am Horizont"

Gestern schickte die Humanitäre Hilfe Overath den ersten Konvoi nach Rumänien

Sonntagmorgen, 6 Uhr: Die Diesel schwerer Lastkraftwagen dröhnen zu ungewöhnlicher Zeit im Industriegebiet Hammermühle - und das hat einen besonderen Grund: Die Humanitäre Hilfe Overath setzt - nach vielen Fahrten ins ehemalige Jugoslawien - ihren ersten Hilfstransport nach Rumänien in Bewegung.

Ziel ist das kleine Städtchen Deva in einem der ärmsten Teile im Landesinneren des Balkanstaates, der kürzlich auch noch von einer Flutkatastrophe heimgesucht wurde und bald in die EU kommen soll.

Norbert Kuhl, rühriger Vorsitzender und unermüdlicher Motor der Hilfe, hatte mit seinem Team bei einer Sondierungsfahrt im Februar festgestellt, dass gerade in diesem Gebiet umfassende Hilfe noch dringend nötig ist.

Adressat des Konvois von sieben vollbeladenen LKW - alle doppelt mit ehrenamtlichen Fahrern besetzt - ist ein Franziskanerkloster in Deva, das Straßenkinder, Waisen und Kinder aus total verarmten Familien aufnimmt. Kuhl: "Pater Csaba Böjte hat sich der Ärmsten der Armen angenommen und sorgt derzeit für 480 Kinder ab vier Jahren, gibt ihnen volle Verpflegung und vor allem eine Schulausbildung!"

Dabei ist der Gottesmann ausschließlich auf Spenden angewiesen und so mangelt es an allen Enden. Zusätzlich wurde in diesen Tagen in der Stadt Petrosani, ehemalige Bergwerksregion, ein neues Heim unter gleicher Führung gegründet. Dort ist praktisch noch alles zur menschenwürdigen Einrichtung von Nöten.

Der Overather Hilfstransport soll da einiges bewirken, um die Not zumindest etwas zu lindern. Kuhl: "Die Freude über unsere großzügige Hilfe ließ schon im Vorfeld die Herzen der Mitarbeiter des Heimes höherschlagen; für sie ist das ein Stern am Horizont!"

Bei der Erkundungstour hat die Humanitäre Hilfe auch ein Kinderkrankenhaus und das Kreiskrankenhaus in Deva besucht in denen es an allem fehlt, was zur normalen Krankenpflege notwendig ist.

Beispielsweise stand nicht ein einziger Rollstuhl oder gar fahrbares Krankenbett zur Verfügung. Auch hierher fahren die Overather Spenden-Lkw.

Norbert Kuhl: "Dank der Hilfe und Spendenbereitschaft vieler Menschen der Region können wir einen kleinen Beitrag leisten, Not in Rumänien zu lindern. Der schönste Lohn ist uns ein kleines Lächeln in den Gesichtern der betroffenen Kinder!"

Natürlich werde die Humanitäre Hilfe Overath ihre Aktionen fortsetzen gemäß ihrem Leitspruch: "Wir helfen Manschen, besonders aber den Kindern in Not!"

Quelle: Kölner Stadt Anzeiger (www.ksta.de)